Weiter gehts mit der Corona-Miniserie von unserem Gastautor Heinz.

Als Startup in der Corona-Krise: was könnt ihr tun? – Teil 4

Im Rahmen einer kleinen Serie stellen wir euch Hilfsmittel und Maßnahmen vor, die euch bei der Bewältigung der Krise unterstützen sollen. Im letzten Teil geht es heute um die Datenanalyse in euren Kundenunternehmen und um euer Projektmanagement.

Euch geht es hoffentlich gut und ihr kommt gesund durch die Krise? Im letzten Teil unserer kleinen Reihe mit Maßnahmen rund um die Corona-Krise geht es heute um die Datenanalyse und das Projektmanagement.

 

Deutschland transformiert sich…das betrifft auch die Datenanalyse

Der Umzug vieler Mitarbeiter ins Home-Office hat sehr eindrucksvoll gezeigt, dass Unternehmen nur dann problemlos weiterarbeiten konnten, wenn sie ihre Prozesse bereits weitestgehend digitalisiert haben und über eine funktionierende Datenanalyse verfügen.

Für die meisten von euch war das eher kein Problem, da ihr eure IT-Infrastruktur meist mit Hilfe von Cloudlösungen aufgestellt habt und euch der Zugriff auch aus dem Home-Office problemlos möglich ist. Bei vielen Kundenunternehmen sieht das jedoch ganz anders aus. Bei diesen stellt nicht nur der Zugriff auf die Daten eine hohe Hürde dar. Vielmehr fehlt euren Kunden oftmals eine vernünftige Datenbasis zur schnellen und umfassenden Sicht auf ihre Kennzahlen und die Unternehmensentwicklung. Vollkommen unabhängig davon, ob der Zugriff auf diese Daten im Unternehmen oder halt im Home-Office erfolgen soll.

Gerade bei solchen Kunden bietet sich der Einsatz von Data Analytics-Produkten an, um eine bestenfalls KI-basierte Analyse von Lieferanten, Lieferketten, Kunden, Märkten und der eigenen Liquidität durchführen zu können.

Mittelfristig lässt sich daraus eine digitalisierte Gesamtplanung entwickeln, mit der die Auswirkungen von Krisen auf das Unternehmen abgebildet werden kann.

 

In der Steuerung des Projektportfolios ist zunehmend mehr Agilität gefragt

Der Beginn des Lockdowns war davon geprägt, dass Unternehmen Projekte abgesagt, verschoben oder abgebrochen haben. Umso wichtiger, dass ihr euch mit der Steuerung eures Projektmanagements befasst. Eure Kunden benötigen Transparenz, Verlässlichkeit und Vertrauen mehr als je zuvor.

Deshalb müssen neue Informationen sofort verarbeitet werden, damit gemeinsam schneller gehandelt werden kann. Da reicht es dann nicht mehr, bis zum nächsten Projektstatusbericht zu warten. Hohe Geschwindigkeit in der Kommunikation und Transparenz bei Informationen sind die Grundlage für pragmatische Entscheidungen, schaffen Vertrauen bei euren Auftraggebern und sind in der Krise die Erfolgsfaktoren für eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

In Startups arbeitet man gerne agil und mit SCRUM-Prozessen. Nehmt eure Kunden an die Hand, denn für viele von ihnen ist diese erforderliche Agilität noch Neuland und oftmals nur schwer umsetzbar.

Denkt dabei nach Möglichkeit immer in Business-Continuity-Konzepten. Das bedeutet, dass ihr gemeinsam mit dem Kunden die verschiedenen Szenarien durchgeht und plant. Somit zeigt ihr, dass ihr auf verschiedene Entwicklungen unterschiedlich reagieren könnt.

Und was schafft mehr Vertrauen beim Kunden als ein Partner, der verschiedenste Entwicklungen „mitgestalten“ kann.

Was bedeutet das für Startups?

Die letzten Monate haben gezeigt, dass sich vor allem Mittelständler sehr viel stärker als in der Vergangenheit mit den genannten Fragen beschäftigen. Die Gesprächsbereitschaft und das Interesse sind deutlich gewachsen.

Die meisten von euch haben eine hohe Expertise bei diesen Themen und ihr könnt hier hervorragend euer Know-How einbringen oder eure Produkte platzieren. Und wo erforderlich, passt auch eure eigenen Geschäftsmodelle an.

Die Krise bietet auch Chancen

Gerade in Krisenzeiten werden tolle neue Geschäftsideen geboren. Das wird auch diesmal gelingen. Falls Ihr Fragen habt, meldet euch gerne bei mir oder nutzt euer growr-Netzwerk. Und vor allem…. Bleibt gesund!

Vielen Dank für diesen Beitrag an unseren Gastautor Heinz Faessen

Heinz Faessen. Bei growr schreibt er regelmäßig zu Fragen rund um die Existenzgründung und zur Betriebswirtschaft

Heinz Faessen ist Inhaber der pro3 innovation consult und begleitet seit mehr als 25 Jahren Unternehmer und Existenzgründer. Vor seiner eigenen Selbständigkeit war Heinz als kaufmännischer Leiter einer Systemhausverbund Gruppe, als Leiter der Betriebswirtschaftlichen Mitgliederberatung einer CE-Verbundgruppe und als Firmenkundenberater in der Sparkassenorganisation tätig. Bei growr schreibt er regelmäßig zu Fragen rund um die Existenzgründung und zur Betriebswirtschaft.