Die Welt wird immer mobiler. Sprunghaft ist die Anzahl der Smartphone-Besitzer in den letzten zehn Jahren gestiegen, Tendenz steigend. Wo früher noch der Fokus darauf lag, Webseiten für Desktop-PCs und Laptops zu optimieren, liegt die Herausforderung nun darin, Design und Usability vorrangig auf mobile Endgeräte auszurichten. Aktuelle Zahlen besagen, dass im Jahr 2020 etwa 50 Milliarden mobile Geräte genutzt werden. Entsprechend muss das sich wandelnde, zunehmend mobilere Nutzerverhalten in die SEO-Optimierung mit einfließen – die Nutzer formen hier den Bedarf. Gerade Start-Ups und Marktneulinge sollten demnach von Beginn an den Fokus auf Mobile-First legen.

Mobile-First-Index und Voice Search: So können Start-Ups mit ihrer Suchmaschinenoptimierung punkten

Gründe für die mobile Optimierung

Bereits jetzt geben 20 % der Smartphone-Nutzer in den USA an, zuhause kein eigenes Breitband-Internet mehr zu nutzen. Die Anzahl an Usern, die ausschließlich auf mobilen Endgeräten im Internet surfen und kaufen, wird weiterhin steigen. Über mobil optimierte Webseiten wird demnach eine weitaus größere Reichweite erzeugt. Google verwies bereits im letzten Jahr darauf, dass mehr als die Hälfte der Suchergebnisse aus dem Mobile-First-Index stammen. Nun geht der Suchmaschinengigant noch einen Schritt weiter: Neue und bisher nicht indexierte Webseiten werden ausschließlich mit dem Smartphone Bot gecrawlt, es sind also allein die mobilen Versionen der Webseiten entscheidend für das Google-Ranking.

Wie kann die Usability optimiert werden?

Als Reaktion auf die beschriebene Modifikation des Algorithmus empfehlen SEO-Experten vor allem eine Optimierung der Usability. Im Vordergrund stehen dabei Responsive Designs, die sich an die Oberflächen verschiedener Endgeräte anpassen und den Aufbau der Webseite der jeweiligen Bildschirmauflösung anpassen. Um Kaufimpulse und eine Steigerung der Conversion Rate zu erzeugen, ist auch die Ladezeit ein entscheidender Faktor: Nachweislich schwindet bereits nach drei Sekunden die Bereitschaft des Users, weiterhin auf der Seite zu bleiben. Auch die Ladezeit aller Unterseiten sollten im Zuge dessen geprüft und entsprechend optimiert werden.

Voice-Search als einflussnehmender Faktor der Suchmaschinenoptimierung

Nicht nur der Mobile-First-Index sorgt für ein Umdenken im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Auch die vermehrte Nutzung von Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Co. im Zuge einer immer besser werdenden KI, stellt die SEO aufgrund der veränderten Suchverhaltens vor eine Herausforderung. Bei der getippten Suche konzentriert sich der User auf möglichst wenige Keywords, um Treffer zu erzielen. Via Spracheingaben werden anstelle dieser kurzen Stichworte ganze Sätze und Fragen formuliert. Entsprechend muss verstärkt Wert auf die Voice-SEO gelegt werden: Hier sollte konkret auf Longtail-Keywords und potenziell ausformulierte Fragen optimiert werden. Anstelle von mehreren Treffern wird dem Nutzer bei der Voice Search nämlich nur ein einziges Ergebnis ausgespielt. Bisher ist der meiste Content noch nicht auf Voice-Search optimiert.

Was bedeuten diese Entwicklungen für Start-Ups?

Start-Ups haben den Vorteil, von Beginn an auf aktuelle Trends setzen zu können. Wer neu gründet, fährt gut damit, anstelle einer separaten mobil optimierten Webseite (M-Dot-Website), die Webseite von Anfang an im Responsive Design anzulegen. Ein Responsive Design passt sich je nach Endgerät optimal an. Die User springen also nicht mehr deshalb ab, weil das Design fürs Smartphone ungeeignet und wenig übersichtlich ist. Stimmen dann noch die Ladezeiten (maximal 3 Sekunden), ist die Usability optimal. Im besten Fall steigt durch die Optimierungen insgesamt die Verweildauer potenzieller Kunden, sodass diese eher zu Käufern konvertiert werden können. Inhaltlich stehen weiterhin relevante Keywords – gut eingebettet in hervorragenden Content – im Vordergrund. Als Reaktion auf die vermehrte Nutzung der Voice-Search, sollte allerdings auf eine größere Anzahl an Keywords, Longtail-Keywords sowie kurze Sätze und Fragen optimiert werden. Langfristig effektive und ganzheitliche Strategien mit Fokus auf Qualität prägen die zukünftige Suchmaschinenoptimierung.

Über den Autor – Marian Wurm

Marian Wurm ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Online-Marketing ist für Marian Wurm und seine 150 Mitarbeiter nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Seit der Gründung im Jahr 2001 wurden von der Internetagentur bereits über 5.000 Kundenprojekte erfolgreich realisiert. An inzwischen 10 Standorten im gesamten D-A-CH-Gebiet werden sowohl SEO-, SEA-, Affiliate-Marketing-, E-Mail-Marketing- als auch Social Media-Strategien für Kunden aller Branchen von der Löwenstark Online-Marketing GmbH entwickelt und betreut.

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