2021 scheint zum Schicksalsjahr einzelner Branchen zu werden. Besonders hart trifft es den stationären Handel, Automobilzulieferer und die Fluggesellschaften. Aber auch die Gastronomie und Messebauer stehen vor erheblichen Veränderungen. Für Startups ergeben sich zeitgleich eine Menge Chancen….

In vielen Branchen werden 2021 die Karten neu gemischt

Die Restrukturierungsexperten der Unternehmensberatung Kearney haben in ihrer jüngsten Erhebung des „Kearney Restructuring Score“ über 6.000 Unternehmen aus 88 Ländern analysiert. Demnach bleibt der Handlungsdruck auf die Unternehmen hoch. Gerade für jene Unternehmen wird 2021 zum Schicksalsjahr werden, die bereits vor Ausbruch der Pandemie in schwierigem Fahrwasser waren und nun unter dieser doppelten Last leiden, so die Analyse. Allerdings gab es teils erhebliche regionale und branchenspezifische Unterschiede. In China hat sich die wirtschaftliche Erholung laut der Studie viel stärker entfalten können als in den USA oder auch Europa. Die wesentlichen Fakten:

  • Autobauer und Zulieferer kämpfen mit anhaltendem Transformationsdruck
  • Reise- und Tourismusbranche steht hartes Jahr bevor
  • Massive Umwälzungen im Handel

(Quelle Pressemitteilung Kearney vom 28.01.2021)

Darüber hinaus sind in Deutschland leider viele weitere Branchen von harten Einschnitten betroffen. Hierzu zählen z.B. Gastronomie und Beherbungsgeschäfte, aber auch der Messebau.

Und in vielen Franchisesystemen, z.B. rund um Fitness oder Gastronomie, sieht die Lage nicht besser aus. Viele Unternehmen kämpfen damit, dass ihr Geschäftsmodell in der Krise obsolet ist und auch nicht mehr in alter Form zurückkommen wird, selbst wenn die Pandemie überwunden sein wird.

Doch wo Schatten ist, ist bekanntlich auch Licht. Alle diese Unternehmen sind auf der Suche nach Unterstützung bei Organisationsthemen bis hin zur Forderung vollkommen neuer Geschäftsmodelle. Euch als Startups bieten sich dabei recht unterschiedliche Ansätze.

Viele der etablierten Branchen werden derzeit disruptiert, insbesondere die Automobilindustrie oder auch der Handel. Und einer Reihe von euch gelingt es derzeit, mit neuen Themen in diese Welten vorzustoßen.

Digitale Helfer werden dagegen derzeit überall gesucht und nahezu alle mittelständischen Unternehmen sind aktuell bereit, in diese Hilfen zu investieren. Home Office, IT-Sicherheit und Compliance machen dies zwingend erforderlich und bieten euch viele Chancen im Markt.

Überhaupt, der Vertrieb!

Fachleute für Pandemien empfehlen zur Vermeidung oder zumindest Verlangsamung der Verbreitung des Virus hauptsächlich zwei Dinge: Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern sollen nicht stattfinden. Außerdem sollen die persönlichen Kontakte mit anderen Menschen auf das jeweils dringend notwendige Maß begrenzt werden. Diese Vorgaben schränken die Möglichkeiten im privaten wie wirtschaftlichen Handeln stark ein. Und gerade auch den Vertrieb.

Sicherlich ersetzen digitale Instrumente nicht den persönlichen Kontakt und werden das vertrauensvolle Gespräch zwischen Käufer und Verkäufer nicht zu 100 Prozent ersetzen können. Doch Telefonverkauf, SEA (Search Engine Advertising – Werbung in Suchmaschinen), SEO (Search Engine Optimization – Suchmaschinen-Optimierung), digitale Marketingkampagnen via Instagram oder YouTube, Videokonferenzen, Webshops und digitale Plattformen bieten realistische Chancen – insbesondere den Vertrieb – eurer Zielkunden zu transformieren.

Ihr seht, viele Themen, die bespielt werden können. 2021 kann ein sehr gutes Jahr für Startups werden. Denn auch Geld ist ausreichend im Markt vorhanden. Nahezu jeder große Fonds ist derzeit in der Lage, ausreichende liquide Mittel einzuwerben. Der Mangel an attraktiven Anlagealternativen spült dieses Geld derzeit in den Markt.

Wenn ihr mich fragt, ich freue mich auf die kommenden Monate….

Falls ihr Fragen zu diesen Themen habt, stehen wir euch im growr-Netzwerk gerne zur Verfügung. Übrigens zwischenzeitlich auch mit dem neuen Förderpartner.de. Schaut einfach rein….

Heinz Faessen. Bei growr schreibt er regelmäßig zu Fragen rund um die Existenzgründung und zur Betriebswirtschaft

Heinz Faessen ist Inhaber der pro3 innovation consult und begleitet seit mehr als 25 Jahren Unternehmer und Existenzgründer. Vor seiner eigenen Selbständigkeit war Heinz als kaufmännischer Leiter einer Systemhausverbund Gruppe, als Leiter der Betriebswirtschaftlichen Mitgliederberatung einer CE-Verbundgruppe und als Firmenkundenberater in der Sparkassenorganisation tätig. Bei growr schreibt er regelmäßig zu Fragen rund um die Existenzgründung und zur Betriebswirtschaft.

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