Mit Beginn der Corona-Krise haben sich weltweit im Startup-Sektor eine Reihe von Beteiligungen und auch eine Menge Wachstumsziele zerschlagen. Der Beginn einer neuen Zeitrechnung? Oder bringt 2021 die Chance auf eine positive Erholung der Märkte?

Bringt das Jahr 2021 die erhoffte Erholung im Venture Capital-Bereich?

 

Das Jahr 2020 war und bleibt weiterhin schwierig. Weltweit mussten viele Startups aufgeben oder zumindest ihre Wachstumsziele anpassen. Schon geplante Beteiligungen wurden zurückgezogen, Investoren beschränkten sich weitestgehend auf ihre Heimatmärkte und zugesagte Finanzhilfen aus der Politik kommen erst verspätet oder auch gar nicht bei euch an.

Geld ist genügend im Markt vorhanden

Die Aussichten für 2021 sind dagegen gut. Gerade hat die Bundesregierung dem €10Mrd. Zukunftsfonds für Beteiligungen an Startups zugestimmt. Jetzt gehen die Teams in Finanz- und Wirtschaftsministerium gemeinsam mit KfW, KfW Capital und vielen weiteren Partnern an die Umsetzung. Und auch einige der internationalen VC-Gesellschaften kehren wieder zurück. Genügend Geld findet sich sowohl bei diesen als auch im Private Equity-Bereich.

Dabei haben die letzten Monate gezeigt, wie sehr Innovationen und Digitalisierung benötigt werden. Und genau hier wollen die meisten der Investoren ihre Gelder einsetzen. Eine grundsätzlich sehr gute Ausgangssituation für Startups und Technologieunternehmen.

Für welche Startups könnte das nächste Jahr einen Wachstumsboost bringen?

Deshalb könnte es insbesondere im Tech-Bereich zu einer Reihe von Verhandlungen und Beteiligungen kommen. Aber auch in den Sektoren Pharma- und Medizin, Chem-Tech oder Jura und Compliance sind die Aussichten sehr gut. Darüber hinaus nehmen die Nachhaltigkeitsthemen wieder mehr Fahrt auf.

Was bedeutet das für euch?

Wenn im neuen Jahr tatsächlich viel Geld investiert wird, wie handelt ihr dann für euer Startup und eure konkrete Situation richtig? Langsam wachsen und über mehrere Finanzierungsrunden? Oder doch direkt den großen Schluck aus der Pulle? Was ist der passende Investor für euch? Oder auch nach weiteren Co-Investoren suchen? Im Grunde bleibt aber alles wie bisher:

Kennt ihr eure eigenen Ziele?

Ihr müsst entscheiden, wie ihr euch die Zukunft eures Unternehmens vorstellt. Und dann könnt ihr auch die zu euch passende Investoren-Strategie entwickeln:

  • Wollt ihr schnell wachsen, den ganzen Markt disruptieren und dann einen schnellen Exit? Egal, ob ihr danach noch an Bord bleibt oder auch nicht?
  • Vielleicht sogar den IPO?
  • Oder wollt ihr vor allem Gesellschafter eures Unternehmens bleiben und noch lange Jahre am Markt und im Unternehmen tätig sein?
  • Wie sieht die Konkurrenzsituation für euch aus? Müsst ihr zwingend schneller sein, da auch andere Startups im gleichen Umfeld tätig sind?
  • Gibt es Unternehmen oder Investoren, die euch sofort in eine neue Dimension bringen können? Oder benötigt ihr lediglich Geld, damit ihr skalieren könnt?

Das sind nur einige der Fragen, die ihr klären solltet.

Find your way

Ihr müsst die euch entsprechenden Ziele finden. Dann ist auch die Suche nach den passenden Investoren viel einfacher.

Falls ihr euch bei diesen Themen unterstützen lassen wollt, stehen wir euch im growr-Netzwerk gerne zur Verfügung. Übrigens zwischenzeitlich auch mit dem neuen Förderpartner.de. Schaut doch einmal rein….

 

 

Heinz Faessen. Bei growr schreibt er regelmäßig zu Fragen rund um die Existenzgründung und zur Betriebswirtschaft

Heinz Faessen ist Inhaber der pro3 innovation consult und begleitet seit mehr als 25 Jahren Unternehmer und Existenzgründer. Vor seiner eigenen Selbständigkeit war Heinz als kaufmännischer Leiter einer Systemhausverbund Gruppe, als Leiter der Betriebswirtschaftlichen Mitgliederberatung einer CE-Verbundgruppe und als Firmenkundenberater in der Sparkassenorganisation tätig. Bei growr schreibt er regelmäßig zu Fragen rund um die Existenzgründung und zur Betriebswirtschaft.

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